Aktuell

Gottesdienste / Veranstaltungen November und Dezember 2021

  • Sonntag, 28. November (1. Advent)
    9.30 Uhr, Gottesdienst mit Pfr. Jan-Andrea Bernhard, Organist Martin Brunner und Gesangssolistin Tina Engewald
  • Dienstag, 30. November
    10.00 Uhr, Andacht im Pflegezentrum Senesca, Maienfeld mit Pfr. Richard Aebi
  • Mittwoch, 1. Dezember
    17.00 Uhr bei der Alten Post
    Kleinkinderfeier „Lichterglanz“
    Herzlich sind Gross und Klein eingeladen mit uns in die Adventszeit zu starten
  • Sonntag, 5. Dezember (2. Advent)
    Kein Gottesdienst (es besteht die Möglichkeit in einer Gemeinde der Kirchenregion einen Gottesdienst zu besuchen)
  • Donnerstag, 9. Dezember
    19.00 Uhr, Probe Ansingchor, Adventssingen in der Kirche Fläsch
  • Freitag, 10. Dezember
    18.00 Uhr beim Haus am Brunnen
    Singen im Advent
    Wir singen Advents- und Weihnachtslieder, dazu gibt es warme Getränke und adventliche Süssigkeiten.
  • Sonntag, 12. Dezember (3. Advent)
    10.00 Uhr, Gottesdienst mit Pfr. Dr. Hans Senn, Organist Martin Brunner 
  • Mittwoch, 15. Dezember
    18.00 Uhr in der Kirche Fläsch
    Geschichte in der Kirche „Macht den Weg bereit…“
    Adventliche Besinnung mit Wort und Musik mit Pfrn. Wilma Finze-Michaelen und Elisabeth Kunz, Handorgel.
  • Sonntag, 19. Dezember (4. Advent)
    Kein Gottesdienst (es besteht die Möglichkeit in einer Gemeinde der Kirchenregion einen Gottesdienst zu besuchen)
  • Montag, 20. Dezember
    18.30 Uhr, Waldweihnacht Schule
  • Freitag, 24. Dezember
    17.00 Uhr, Familiengottesdienst mit Pfr. Cornelius Daus, Organist Martin Brunner und Instrumentalsolistin (Flöte)
  • Samstag, 25. Dezember
    17.00 Uhr, Gottesdienst mit Abendmahl mit Sozialdiakon Henk Melcherts, Organist Pascal Weder
  • Freitag, 31. Dezember
    17.00 Uhr, Silvestergottesdienst mit Pfr. Cornelius Daus, Organist Martin Brunner
    23.00 Uhr, Silvesterkonzert, Organist Martin Brunner und Klarinettistin Cornelia Dürr mit Jahresschluss-Apéro

Bitte beachten Sie bei der Teilnahme an Gottesdiensten, unsere Covid-Schutzmassnahmen:

Covid-Schutzkonzept Gottesdienste ohne Zertifikatserfordernis

Covid-Schutzkonzept Gottesdienste mit Zertifikatserfordernis

Gottesdienste allgemein
Die Gottesdienste finden i.d.R. alle zwei Wochen (Sonntag) statt. Für Familien mit Kindern finden in unregelmässigen Abständen Familiengottesdienste statt.

Kurzer Rückblick auf die Kirchgemeindeversammlung vom Mittwoch, 17. November 2021

Nach der Begrüssung durch die Präsidentin Elsbeth Gabathuler diente ein Lied aus dem Gesangbuch zur Einstimmung auf die Kirchgemeindeversammlung. Der dreistimmige Gemeindegesang mag Sinnbild sein für eine Versammlung, in der eine tragende Harmonie entstehen darf, wenn mehrere Stimmen zusammenkommen und die Stimmen aufeinander hören.

Der von der Pfarrwahlkommission zur Wahl vorgeschlagene Pfr. Jan-Andrea Bernhard wurde mit allen Stimmen der anwesenden Stimmberechtigten einmütig gewählt und anschliessend mit warmem Applaus in der Kirchgemeinde Fläsch willkommen geheissen.

Im zweiten Wahlgeschäft stellte sich Leonhard Kunz, früherer Kirchenvorstand, ehemaliger Gemeindepräsident und Grossrat, erneut als Vorstandsmitglied zur Wahl. Er wurde mit dankbarem Applaus gewählt. Damit wurden die beiden Vorstandsmitglieder Elsbeth Gabathuler (Präsidentin) und Heinz Aeberhard (Aktuar), die zwischenzeitlich durch den Kirchenrat zu Kuratorin und Kurator ernannt wurden, schlagartig wieder zu gewöhnlichen Vorstandsmitgliedern.

In den weiteren Traktanden wurden die Kosten für die Renovation des Pfarrhauses und der Pfarrwohnung genehmigt, das Budget 2022 und der Steuerfuss 2022 bewilligt und die neue Kirchgemeindeordnung verabschiedet.

Die Schlussrunde widmete die Präsidentin Elsbeth Gabathuler dem Dank an die verschiedenen Akteure des zu Ende gehenden Kirchenjahres. Die Präsidentin dankte den Mitgliedern der Pfarrwahlkommission, Simone von Burg, Nathalie Stocker und Dario Kunz, für ihre wertvolle Mithilfe bei der Pfarrersuche, dem Vorstandmitglied Heinz Aeberhard und dem Sekretär Cornel Greissinger für die gute und einvernehmliche Zusammenarbeit mit je einem passenden Präsent.

Veranstaltungen der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden

Die Fachstelle Migration und Ökumene organisiert in den kommenden Wochen Veranstaltungen mit den Schwerpunkten interkultureller Dialog und Flucht.

Ausflug ins Haus der Religionen

Die Reise nach Bern ins Haus der Religionen, zusammen mit den Absolventen des Bündner Theologiekurses, steht allen Interessierten offen am Samstag, 27. November 2021, 8 bis 18 Uhr. Inklusive Workshop zu Rassismus und ayurverdischem Mittagessen.
Anmeldung an: Fachstelle Migration und Ökumene, rita.gianelli@gr-ref.ch, 079 406 94 99

Der Tod ist nicht das Ende – oder doch?

In Zusammenarbeit mit dem Bündner Forum der Religionen organisiert die Fachstelle Migration und Ökumene am Donnerstag,
2. Dezember 2021, 19 Uhr
, ein Podium zum Thema “Was kommt nach dem Tod?”. Podiumsgäste sind: Ibrahim Hadjic, Imam, von der bosnisch-muslimischen Gemeinschaft in Chur; Eva-Maria Faber, Professorin der Theologischen Hochschule Chur, katholische Kirche; Jörg Lanckau, Professor für Biblische Theologie und Kirchengeschichte der Evangelischen Hochschule Nürnberg, von der reformierten Kirche; Yanurai Ragoorai, von der tamilisch-hinduistischen Gemeinschaft Zizers; Natascha Keller-Gassmann von der tibetisch-buddhistischen Gemeinschaft Ganden Chökhor in Churwalden; Azamit Berhane, von der eritreisch-orthodoxen Gemeinschaft Chur und Richard Breslauer, Dr. phil., Lehrbeauftragter an den Universitäten Basel und Luzern im Bereich Jüdische Studien, von der jüdischen Gemeinschaft. Die Musik des Churer Trios calabrun bereichert den Anlass mit inspirierenden Klängen. Moderiert wird das Gespräch von Constanze Broelemann, Pfarrerin und Redaktionsleiterin bei “reformiert”.
Kein Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Information: Fachstelle Migration und Ökumene, rita.gianelli@gr-ref.ch, 079 406 94 99.

Erntedankgottesdienst von Sonntag, 31. Oktober 2021

Liebe Gemeinde,

ein Gottesdienst ist ein Fest zur Ehre Gottes oder sollte es zumindest sein. Und Erntedank ganz besonders. Dieses Fest ist anders als Weihnachten oder Ostern. Wir feiern an Erntedank nämlich nicht einen Tag, der auf Leben Jesu zurückgeht. Wir binden vielmehr mit Erntedank ein Gebinde aus vielen Aspekten unseres Dankes. Der Dank eines jeden Einzelnen, von uns als Gruppe, als Christen und Gottesdienstgemeinschaft, als Dorf, als Nation, und als Erdenbürger an den Schöpfer. So ist Erntedank sehr individuell und doch auch ein gemeinschaftliches Anliegen.

In Psalm 23 heisst es:

„Der gute Hirte erquicket meine Seele…“ Und zum heutigen Abendmahl, zu jedem Abendmahl werden wir eingeladen mit den Worten: „Sehet und schmecket, wie freundlich Gott ist.“ Wir sind also an Erntedank eingeladen zur Erfahrung, d.h. zum Sehen, schmecken, riechen, fühlen, zum Wahrnehmen, dessen was ist….

Das ist viel mehr als unser Denken. Wir Menschen sind viel mehr als unser Denken. Ich kann Ihnen von der Kanzel herunter weder die Notwendigkeit noch die Heilsamkeit von Dankbarkeit verordnen, selbst nicht durch eine ausgefeilte Predigt zum Thema. Alle verstandesmässige Hinführung zu Dankbarkeit bleibt halt immer ein Zugang von Aussen,

doch… Dankbarkeit ist ein inneres Geschehen!

Dankbarkeit und damit auch Erntedank ist eine Haltung, eine spirituelle Einstellung, ein Empfangen und ein Werden, ein Eingebettet sein in einen grösseren Zusammenhang in Zeit, Raum und bei der Sinnfrage. Achtsamkeit, Staunen, Demut und Vertrauen gehören unsererseits dazu.

Und so lautet meine Predigt an diesem Erntedankgottesdienst: „Schaut hin, schaut auf diesen Gottesdienst.“ Wir können heute und hier, wie in einem Brennglas erleben, dass wir erquickt werden, wenn wir das Geschehen achtsam wahrnehmen und unsere Spiritualität darauf ausrichten.

Die Predigt dieses Erntedankgottesdienstes ist nicht meine Rede von hier oben, sondern setzt sich zusammen aus den Puzzleteilen, die wir alle zu diesem Gottesdienst beitragen.

Es fügt sich alles, womit wir uns gegenseitig erfreuen…und das kann die Erfahrung von Dankbarkeit, von Gottes Wirken, das hinter all dem steht, wecken bzw. stärken. Weder die einzelnen Mitwirkenden, noch ich als Pfarrerin setzen die Puzzleteile dieses Gottesdienstes so zusammen, wie sie in Ihrer Seele ankommen. Darauf hat niemand Einfluss. Ihr Job ist, salopp gesagt, diese einzelnen Elemente nicht kleinzureden, sondern spirituell wirkmächtig werden zu lassen.

Was sind die Puzzleteile dieses heutigen Erntedankgottesdienstes?

  • Da ist das Bodenbild des Psalms 23 zum guten Hirten im Chorraum, welches eine Botschaft für uns hat, sowohl beim Legen, als auch beim Betrachten.
  • Da nehmen wir bewusst die Mitwirkung des Kinderjodelchores wahr und dass Ihr Kinder kräftig geprobt habt, um uns mit den Liedern der Heimat zu erfreuen. Spirituell geben die Kinder und ihre Jodellieder auch unserer Sehnsucht nach einer heilen Welt, Frieden und Geborgenheit Ausdruck.
  • Schaut hin: Wir sehen die Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler des konfessionsverbindenden Religionsunterrichts, mit verschiedenen Aspekten des Dankes und des Staunens. Bis hin zum Funke, der übersprang zur Gemeinde, bei der Mitmachaktion. Im gemeinsamen Tun erleben wir: Fröhlichkeit verbindet!
  • Und da gibt es noch den Fluss der Orgelmusik und die Generations- und Konfessionsmässig bunt gemischte Gottesdienstgemeinde. Wir sind eine Gemeinschaft, und dürfen doch jede und jeder sich selbst sein. Dabei gibt es auch unter uns Menschen, die ausserhalb des Gottesdienstes nicht miteinander können. Freut euch, in Gottes Haus und im Rahmen des Gottesdienstes ging es für einen kurzen Moment. Für hier und jetzt waren gemeinsame Lieder und Gebete möglich. Das ist doch nicht Nichts!
  • Schaut hin, schaut euch in der Kirche um: Unsere Kirche wurde liebevoll und herbstlich Bunt mit den Früchten des Feldes geschmückt. Das war Arbeit, die Menschen aufbrachten, um Gott zu danken und uns zu erfreuen. Ich wurde gestern schon von Freunden gebeten Fotos davon in den Status zu stellen. Unsere wunderbar geschmückte Kirche wirkt in 400 km Entfernung. Schaut hin… der Leiterwagen steht wieder hier. Er wurde wie jedes Jahr von uns allen mit Erntedankgaben, für das Kinderhaus Strahlegg beladen.

Auch das ist innere Dankbarkeit und Spiritualität, die uns bewusst macht, dass Dank immer auch die Fürsorge für den Nächsten im Blick hat.

  • Und schaut hin – wir feiern das Sakrament des Abendmahls. In Brot und dem Saft des Weinstocks hat Jesus seine Anwesenheit bezeugt in der Gemeinschaft der Menschen, die an ihn glauben. Wir bezeichnen dies als „Geheimnis des Glaubens“ – ein zutiefst spiritueller Akt… der weiterwirkt über den Moment, ja sogar über unser Leben hinaus.

Erntedank ist ein sinnliches Fest in diesem Gottesdienst mit all den verschiedenen Elementen, die Gott in unserer Seele zur Dankbarkeit zusammenfügen möge.

Und da das Ganze nun doch eher eine Predigt für die Erwachsenen unter uns war, fasse ich das Ganze zum Schluss noch in einer Kurzgeschichte zusammen. 

Sie trägt die Überschrift:

„Gottes Gaben – unsere Aufgaben»:

„Als die Menschen sich mit den Tieren noch verstanden, da wurden sie einmal von den Tieren gefragt, was den Menschen zum Menschen mache?
Sie gaben ganz unterschiedliche Antworten:
– Wir können aufrecht gehen, wir können sprechen und denken, das könnt ihr nicht;
– wir können planen und produzieren, das könnt ihr auch nicht;
– wir können die Natur manipulieren und mehr ernten, das könnt ihr schon gar nicht;
Auf einmal kamen drei Kinder des Weges,
sie hielten frische Früchte in den Händen und sangen voller Freude.
Die Tiere hielten sie an und fragten sie:
Warum singt ihr so fröhliche Lieder?
– Weil wir uns freuen.
Warum haltet ihr die Früchte wie einen kostbaren Schatz in euren Händen?
– Weil wir dankbar sind für dieses Geschenk.
Und warum seid ihr drei zusammen?
– Weil wir uns lieben.
Nun brauchten die Tiere nicht mehr weiter zu fragen. –
Sie wussten, was den Menschen wirklich zum Menschen macht:
– sich zu freuen; – dankbar zu sein; – und einander zu lieben.

Das ist die spirituelle Haltung von Erntedank…. und eine lebenslange Aufgabe.

Amen.

Alpgottesdienst mit Taufe auf dem Fläscherberg

Bei wunderbarem Sonnenschein trudelten die Mitglieder der Kirchgemeinde Fläsch am 15.08.2021 zu Fuss oder per Bustaxi vor der Hirtenhütte auf dem Fläscherberg ein, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

Pfarrerin Beate Kopp-Engel stimmte mit einfühlsamen Worten auf den Gottesdienst ein und durfte das Sakrament der Taufe an die jüngsten Kinder der Familien Kunfermann und Nadig spenden. Mit einem persönlichen Willkommensgeschenk wurden Nando und Nilas von der Kirchgemeindepräsidentin freudig in der Kirchgemeinde empfangen.

Der abwechslungsreiche, von den Tauffamilien, der Handorgelgruppe Heidiland und unserer Pfarrerin gestaltete Gottesdienst in dieser traumhaften Kulisse war ein Erlebnis.

Und beim anschliessenden Apéro (Danke allen Helfenden an dieser Stelle) wurde eine tolle Möglichkeit der Begegnung und des Austauschs für Jung und Alt geschaffen.